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Bewusstsein ist der Schlüssel zur Veränderung

Aktualisiert: 26. Nov. 2025

Erfahre, wie Bewusstsein dich aus alten Prägungen befreit und dir ermöglicht, dein wahres Sein wiederzuerkennen und etwas Neues zu wählen.




Was ist eigentlich Bewusstsein?

Im Wort Bewusstsein steckt sein eigener Sinn: bewusstes Sein. Um den Schlüssel zur Veränderung zu verstehen, lohnt es sich, die beiden Wortteile – „bewusst“ und „sein“ – näher zu betrachten.

Beginnen wir mit dem zweiten Teil des Wortes – dem Sein.

Das Sein ist das, was wir im Ursprung sind – es ist unsere eigentliche Essenz. Das Sein ist ohne Raum, es existiert jenseits von Zeit – es ist ewiglich, grenzenlos und undefiniert – und doch enthält es sämtliche Möglichkeiten. Das Sein ist also gleichzeitig alles, was existiert, und alles, was nicht existiert. Manche sprechen auch vom „göttlichen Feld“ oder der „Quelle“.

Wenn wir also davon ausgehen, dass das Sein alles Existierende beinhaltet, dann bin ich als Mensch ein Teil von allem, was existiert. In dem Moment, wo ich sage ich bin, bringe ich sowohl die Tatsache zum Ausdruck, dass es mich gibt, als auch meine Zugehörigkeit zum Ganzen. Unsere tiefste Wahrheit lautet daher schlicht: „Ich bin.“


Der Eindruck des Getrenntseins

Wie kann es dann eigentlich sein, dass wir uns so oft als unvollkommen, begrenzt oder von Gott getrennt fühlen? Warum tun wir uns so schwer, auf das Feld aller Möglichkeiten (von dem wir ja ein Teil sind) zuzugreifen und nach Lust und Laune der Mensch zu sein, der wir gerne wären?

Das ist eine grundlegende Frage, die sich Menschen stellen, die spüren, dass mehr möglich sein könnte, als sie bisher erfahren haben. Jemand, der den Verdacht hat, sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft zu haben, dass noch Fähigkeiten brachliegen, und der sich vielleicht fragt, ob da nicht irgendwo unter den inneren Begrenzungen noch viel mehr Lebendigkeit und Leichtigkeit existieren – ist auf der Suche.


Nach meiner Erfahrung sind es unsere Identifikationen, die zwischen uns und unserem Wunschleben liegen. In dem Augenblick, wo ich dem reinen ‚ich bin‘ etwas hinzufüge – etwa Ich bin dumm oder Ich bin schön – beginne ich, mich zu definieren. Ich ziehe eine Grenze um mein unbegrenztes Sein. Mit jeder Annahme über mich selbst entsteht sowohl Identität – als auch gleichzeitig Begrenzung.


In der Schule hatte ich z.B. große Schwierigkeiten in Mathematik. Mein Vater hat immer wieder erwähnt, dass das auch keine Überraschung sei, denn schließlich hätte niemand in seiner (Künstler-) Familie, einschließlich ihm selbst, einen Hang zu Zahlen gehabt. Was bei mir ankam und was ich früh verinnerlicht hatte, war, dass ich quasi Mathe-dumm geboren wurde und nie eine Chance haben würde, mit Zahlen klar zu kommen. Interessant, oder!? Wie wäre es mit mir und der Mathematik wohl gelaufen, wenn ich diese Überzeugung, dass meine Familie und somit ich, allesamt Mathenieten sind, NICHT auf mich übertragen hätte?


Und wie viele dieser begrenzenden Überzeugungen haben sich wohl bei mir und dir eingeschlichen?


Wie sich Identität bildet

Der Prozess der scheinbaren Trennung beginnt nämlich lange, bevor wir uns erinnern können. Schon im Mutterleib reagieren wir auf Stimmungen, Geräusche, Bewegungen. Wir spüren, ob es draußen ruhig oder angespannt ist, ob Nähe da ist oder Gefahr droht. So entstehen erste Spuren von Erfahrung – noch bevor wir Sprache haben.

Nach der Geburt geht diese Prägung weiter – durch alles, was in unserer Kindheit eine Wirkung hinterlässt und Eindruck auf uns macht. Ein Kind, das oft hört „Sei brav!“, schlussfolgert vielleicht, sich zurücknehmen zu müssen. Ein anderes, das ermutigt wird „Du kannst das!“, entwickelt wahrscheinlich Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Aus Erlebnissen, aus Worten, Blicken, aus verbalen und nonverbalen Botschaften formen sich allmählich die Konturen unserer Persönlichkeit. Bewertungen, Erwartungen und Zuschreibungen treffen meist von außen auf uns. Wir übernehmen sie, weil wir dazugehören wollen, weil wir geliebt werden möchten und weil wir als Kinder noch nichts in Frage stellen. So entsteht nach und nach die Vorstellung: Ich bin so – und nicht anders (das haben Mama und Papa mir gesagt und Tante Hilde hat’s bestätigt…). Doch all diese Prägungen legen sich wie eine feine Schicht über das grenzenlose Sein, das wir in Wahrheit sind.

Daran ist übrigens nichts falsch – es gehört zur menschlichen Erfahrung, als unendliches Wesen in einem Körper zu leben und zu erfahren, wie es ist, eine Prägung zu entwickeln.

Und dennoch ist es häufig so, dass diese Überzeugungen uns einengen wie ein Korsett und uns schlicht klein halten. Unbewusste Ansichten wirken wie Programme im Hintergrund. Vollautomatisiert steuern sie unser Denken, Fühlen und Handeln, ohne dass wir es bemerken. Wer überzeugt ist, schüchtern zu sein, wird vielleicht nie in Erwägung ziehen, seine Talente auf einer Bühne zu präsentieren. So leben die meisten Menschen reduziert auf das, was ihre Prägung ihnen erlaubt.

Tief in uns wissen wir das – und die Erinnerung an unsere Grenzenlosigkeit kann heftig anklopfen. Vielleicht kennst du diese innere Unruhe, eine leise, aber hartnäckige Stimme in dir, die dich auffordert: Mach die Augen auf, schau hin – da wartet noch etwas auf dich!


Was du jetzt tun kannst

Die gute Nachricht: wir sind zwar geprägt, aber wir sind nicht dazu gezwungen, diese Prägung auch zu behalten. Wenn wir nicht einverstanden sind und feststellen, dass wir in unserem Leben gerne etwas anders hätten, dann kann uns niemand daran hindern, dafür loszugehen.

Der wichtigste und allererste Schritt, den es für die Veränderung braucht – und nun kommen wir zum zweiten Teil des Wortes Bewusstsein, „bewusst“ –, sprich: es braucht Bewusstheit.

Ich muss mir meiner bewusst werden!

Bewusstheit bedeutet, dass ich etwas über mich weiß, sprich mich selbst erkenne. Bewusstheit bedeutet, dass ich beginne, mich selbst zu beobachten. Ich bemerke meine Gedanken, meine Reaktionen, und komme meinen Glaubenssätzen auf die Schliche. Bewusstheit beginnt in dem Moment, in dem ich zwischen mir selbst und meinen Identifikationen einen kleinen Abstand schaffe – so, als könnte ich mich von außen betrachten. In diesem Moment entsteht Raum für Erkenntnis. Etwas wird sichtbar, und ich kann es wahrnehmen.


Warum ist Bewusstheit so entscheidend?

Weil sie ein Tor ist. Bewusstheit ist der Zugang zum Raum aller Möglichkeiten. Mit Bewusstheit komme ich zurück zu meinem wahren Ursprung und kann mich daran erinnern, dass ich ein unendliches Wesen bin – und dass ich unendliche Möglichkeiten habe, was ich sein und verkörpern will.

Bewusstsein bedeutet nicht, alles gleich verändern zu können – es bedeutet, das Licht anzuschalten.

Bewusstsein ist der Schlüssel, der das Schloss öffnet.

Was dann folgen kann, ist der Prozess der Verwandlung, der Heilwerdung, der Neuausrichtung. Doch ohne Bewusstsein bleibt die Tür verschlossen. Nur was ich erkenne, kann ich verwandeln.

Darum heißt mein Kanal „Zeit für Bewusstsein“. Denn egal, mit welchem inneren Konflikt oder welcher Begrenzung wir zu tun haben – Bewusstsein ist immer der erste und wichtigste Schritt.

Wenn ich meine Prägungen erkenne, kann ich meine Geschichte neu schreiben – indem ich mich im Neuwählen übe, mir selbst die Erlaubnis gebe, mich verändern zu dürfen (auch wenn mein Umfeld das nicht will), mich ausprobiere, meiner Angst folge, meine Komfortzone verlasse, meine limitierenden Gedanken nicht länger glaube und Sätze wie „Das ist halt so, das kann man eben nicht ändern“ in Frage stelle.


Bewusstsein ist der Schlüssel und Wahl das Instrument

Wenn du also Bewusstheit aktivierst und trainierst wie einen Muskel, dann kommt mit der Erkenntnis auch deine Wahlfreiheit zurück.

Ganz konkret: Du kannst eine neue Wahl treffen!

Du kannst frei wählen, ob du mit deiner Überzeugung, z.B. ein schüchterner Mensch zu sein, einverstanden bist oder nicht. Und falls nicht, kannst du eine neue Wahl treffen. Du kannst die Identifikation allmählig auflösen und abstreifen wie ein altes Kleidungsstück. Du selbst gibst dir dann die Erlaubnis zu bestimmen, wer oder was du zukünftig sein willst. Das öffnet zum Beispiel den Raum für die Möglichkeit, doch auf einer Bühne zu stehen und den Menschen eine Botschaft zu überbringen. Vielleicht erkennst du dann, dass du schon immer genau das tun wolltest.

Wie wäre es, wenn du dir erlauben würdest, etwas zu wählen, anstatt es zu sein? Stell dir vor, du wählst in einer bestimmten Situation laut und wütend zu sein – und in einer anderen ruhig und sanft. Wie frei wärest du dann? Und wie unberechenbar?

Wasser ist ein Beispiel dafür: wenn ich sagen würde, Wasser ist flüssig, wäre das nur ein Teil der Wahrheit. Wasser ist genauso auch Nebel, Dampf, Eis und Schnee. Es kann seinen Aggregatzustand, je nach Bedingung, verändern.


Und genau das, kannst du auch!


Einladung an dich

Ich möchte dich bestärken! Sei mutig. Hab' keine Angst, hinzuschauen. Ja, manchmal tut es weh und schmerzt auch einen Augenblick. Bewusstsein ist mitunter unbequem, anstrengend und kann auch frustrierend sein.

Auch eine neue Wahl zu treffen, will geübt sein. Denn solange ich an meiner Überzeugung festhalte, dass ich von Natur aus schüchtern bin, traue ich mir die neue Wahl vielleicht noch nicht zu. Aber je mehr ich mich von der Identifikation löse, desto mehr Raum öffnet sich für die neue Wahl!

Denn eines dürfen wir nicht übersehen: Bewusstes Sein in Verbindung mit Wahl trägt etwas Großartiges in die Welt.

Jeder Mensch, der mit Bewusstsein wählt, bringt sein Inneres zum Strahlen.

Um deine einzigartigen Fähigkeiten in die Welt zu bringen, ist das der Weg, den es zu gehen gilt.

Die Welt wartet auf dich!


 

Wenn Du tiefer in Deine Bewusstwerdung eintauchen möchtest, begleite ich Dich gerne in meinem Coachingprogramm.


Deine Katharina


 
 
 

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